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Chronik

Eichenlaub 1881 e.V.Maria Steinbach



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Wappen Maria Steinbach 



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gegründet 1881

Bevor wir näher auf die Geschichte des Schützenvereines "Eichenlaub 1881" e.V. eingehen, ist es interessant, den Blick etliche Jahrhunderte zurückzuwenden. Etwa um das Jahr 1600 schossen die hiesigen Bauern auch auf die Scheibe, aber nicht zum Sport und Vergnügen, sondern pflichtgemäß auf strenge Anordnung der Herrschaft Rot. Die Roter Äbte waren sorgsam darauf bedacht, ihre Untertanen wehrhaft zu machen, damit sie bei drohenden Einfällen feindlicher Haufen zum Schutze des Herrschaftsgebietes zusammengezogen werden konnten. Die zur Ausbildung mit den Hakenbüchsen bestimmten Bauern von Steinbach und Kardorf mussten regelmäßig an bestimmten Sonntagen in der Schießhütte von Steinbach antreten und dort ihre Pflichtschießen absolvieren.
Die erste urkundliche Notiz in den Roter Protokollbüchern, die auf das allgemein eingeführte Pflichtschiessen hinweist, stammt vom 27. August 1608 und lautet: Kaspar Graf von Steinbach bittet, ihm das Schießen zu erlassen, weil er nur eine Söld mit 3 Jauchert Ackers innehabe. Der Bescheid lautet: Er soll das halbe Leg-geld zahlen und mit einer Bickelhaube und einem Federspieß versehen sein.
Am 22. Oktober 1608 bitten die Schützenmeister von Steinbach und Kardorf, Rot möge ihnen die Bretter zur Schießhütte bezahlen, die Kosten erstatten und zum Endschießen etwas zum Besten geben, was auch bewilligt wird.
Am 11. November 1610 hat Ihre Gnaden von Rot durch den Ammann dem Schützenmeister in Steinbach, der ihn wegen der neu aufgebauten Schießhütte um "Angeldhilf und Steuer" angesprochen habe, folgenden Bescheid zukommen lassen: Haben sie viel gebaut, sollen sie auch solches bezahlen, sonst aber ist ihnen das Blei zum Schießen bewilligt worden.
Unter dem Schatten des nahen Krieges (Dreißigjähriger Krieg 1618 - 1648) macht der Roter Abt alle Anstrengungen, um seine Untertanen wehrhaft zu machen. Besonders auf das regelmäßige Erscheinen zu den gemeinsamen Schießübungen in Steinbach an den Sonntagen wurde Augenmerk gelegt und nachlässige Schützen erhielten Geldstrafen. So verurteilt am 30. September 1619 das Dorfgericht Steinbach den Michael Baihelin zu Kardorf zu 17 kr. Geldstrafe, weil er nit fleißig beim Schießen ist erschienen.
In der Zeit nach dem Dreißigjährigen Krieg ist nie mehr etwas verzeichnet, was auf die Ausbildung mit Schießgewehren oder auf eine Haltung von Waffen schließen ließe. Nach mündlicher Überlieferung war es etwa nach 1800, als die Steinbacher mit ihren Feuerstutzen an den Sonntagnachmittagen wahrscheinlich zum Vergnügen und nicht zwangsweise auf die Scheibe schossen. Der einfache Schießstand befand sich etliche Schritte nördlich des heutigen Anwesen Haus-Nr. 29. Mittlerweile aufgefundene Dokumente aus den Jahren 1823 und 1840 aus den Archiven von Schloss Kronburg und der Marktgemeinde Legau bestätigen ein Bestehen der Schützengesellschaft Steinbach bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts.
Und nun zur neueren Zeit und damit zur Geschichte des derzeit bestehenden Schützenvereines »Eichenlaub« 1881 e.V. In der Gründungszeit und in den nachfolgenden vier Jahrzehnten wurden keine Aufzeichnungen gemacht. Jedoch enthält das im Jahr 1922 angefangene Protokollbuch des Schützenvereines als Einleitung folgenden aufschlussreichen Eintrag:
Auf Anregung verschiedener Mitglieder wurde in der Frühjahrsversammlung 1922 der Beschluss gefasst, ei-ne Aufschreibung über die Entstehung des Vereines zu machen. Auf Anregung des Hochw. Herrn Geistlichen Rates Ludwig Mayr dahier, sowie des damaligen Herrn Kaplan Dr. Eimer wurde der Schützenverein ins Leben gerufen. Von den Bürgern wurde dieser Vorschlag in die Tat umgesetzt und im Oktober 1881 wurde der Schützenverein gegründet. Als Gründungsmitglieder dieses Vereines haben sich folgende Herren, soweit dieselben noch festzustellen sind, eingefunden: H. H. Pfarrer Ludwig Mayr, H. H. Kaplan Dr. Eimer, die Herren Rochus Huber (Chorregent und Lehrer), Anton Breher (Öko-nom), Nepomuk Scherle (Ökonom), Alois Kathan (Öko-nom), Georg Schmid (Ökonom), Xaver Schädle (Öko-nom), Josef Weizenegger (Gastwirt), Franz Berchtold (Krämer). Der Schützenspruch lautet:
Bruderschaft wollen wir pflegen,
gute Freundschaft hegen,
der Schießkunst uns weihen,
am edlen Sport uns erfreuen!
Es wurde bei der ersten Zusammenkunft ein Ausschuss gewählt, an der Spitze H. H. Pfarrer Ludwig Mayr als Vorstand, H. H. Eimer als Kassier, Herr Franz Berchtold als Schriftführer. Als Vereinslokal wurde das Gasthaus Adler bestimmt, dessen Besitzer Herr Ludolf Schorer war. Er wurde kurzerhand Herbergsvater genannt. Zweck des Vereines war die Pflege der Kameradschaft, gesellige Zusammenkunft und Übung des Schießens.
Nach Besitzveränderung des Gasthauses Adler wurden im Jahre 1906 die Einrichtungsgegenstände der Schützengesellschaft an das Mitglied Johann Riedmiller, Gastwirt zum Löwen, verkauft und fortan dort die Schießabende abgehalten. Nachdem von 1881 bis 1906 H. H. Geistlicher Rat Ludwig Mayr den hiesigen Schützenverein als 1. Vorstand geleitet hatte, trat ab 1906 Franz Berchtold sen. an dessen Stelle.
Etliche Jahre vor dem 1. Weltkrieg sonderten sich die ledigen Schützen wegen einiger Mißhelligkeiten vom Verein ab und verlegten ihre Schießabende in das Gasthaus Hirsch, während die Verheirateten im Gasthaus Löwen weiterschossen.
Infolge des 1. Weltkrieges wurde in den Jahren 1914 - 1918 die Vereinstätigkeit lahmgelegt. Nach Beendigung des Krieges vereinigten sich 1919 die verheirateten und ledigen Schützen wieder und schossen im Gasthaus Löwen in kameradschaftlichem Schützengeist weiter. Es wurde eine völlig neue Vorstandschaft gewählt, mit Franz Berchtold jun. als Vorstand. Von dieser Zeit an wurden in den Wintermonaten regelmäßig Schießabende und Preisschießen durchgeführt.
Interessant ist der Protokoll-Eintrag von 1922/23: Das Schießen konnte erst am 6. Dezember mit dem Klausenschießen begonnen werden. Trotz der großen Teuerung hielt der Verein seine Tätigkeit einigermaßen aufrecht, wobei aber nur höchstens alle 4 Wochen geschossen wurde. So kostete z. B. eine Scheibe 400 Mark. Beim Schlußschießen konnte der Kassier Hans Riedmiller seinen Kassenbericht kurz fassen: "Infolge des ungeheuren Staatsbetruges ging der ganze Kassenbestand flöten" und zeichnete: PAX TECUM!
Als in den Jahren um 1925 das Kleinkaliberschießen im

Lande aufkam, nahm der Vorstand des Veteranenvereines, Herr Benedikt Willburger, die Idee auf und schuf gemeinsam mit dem Bürgermeister Josef Schmid und dem Vorstand des Schützenvereines Franz Berchtold für die damalige Zeit eine vorbildliche Schießstätte zur Pflege des Kleinkalibersportes.



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Die Kleinkaliberschießanlage,Einweihung im Jahre 1 Als um das Jahr 1925 das Kleinkaliberschießen im Lande aufkam, war es das Bestreben von Herrn Benedikt Willburger, Vorstand des Veteranenvereins, gemeinsam mit Bürgermeister Josef Schmid und dem Vorstand des Schützenvereins, Franz Berchtold, eine Kleinkaliberanlage zu bauen. Dank dem Arbeitseifer der Mitglieder konnte bereits 1927 eine mustergültige und herrlich gelegene Schießanlage in Betrieb genommen werden.



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Anlässlich der Einweihung der neuen Kleinkaliber- Schießanlage im Jahre 1927 wurde dieses Foto erstellt. 1. Reihe von oben jeweils von links nach rechts: Huber, (damaliger Sägewerksbesitzer v. Maria Steinbach), Herpich Helmut, Henne Christian, Dietrich Ludwig, Peter Johann Nep., Albrecht Johann Nep., Weckerle (Postbote von Legau), Steinle Josef, Steinhauser Josef.- 2. Reihe von oben: Kling Peter, Baumeister, Schmid Georg, Prestel Josef, Schedle Xaver, Witzigmann Adalbert, Willburger Josef, Witzigmann Xaver, ?. - 3. Reihe von oben: Berchtold Zilli, Huber Magdalena, Aicher Theresia, Dietrich Mina, Witzigmann Anna, Schmid Theresia, Steinhauser Senzi, Musch Zilli, Willburger Anna, Mayer Berta, Hoch Gertrud.- 4. Reihe von oben: Schedle Josef, Willburger Benedikt, Schmid Josef, Schirmherr Fürst Fugger von Babenhausen, Berchtold Franz, Schedle Engelbert und Gögler Leopold.- 5. Reihe von oben: Breher Johann, Witzigmann Meinrad, Willburger Leonhard, Witzigmann Benedikt, Schedle Engelbert jun., Aicher Eduard.



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Beim Gauschießen 1961 in Legau Unser Bild zeigt von links: Haag Dietmar, Klotz Viktor, Göppel Georg (verdeckt), Heutle Josef, Reiß Fritz, Gögler Paul, Berchtold Franz sen., Feneberg Klaus, Fischer (Erdt) Hannelore, Fageth Herbert, »Kgl. Hoheit« Gayer Markus, Witzigmann (Schimek) Marianne.



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Die Gemeinde stellte das nötige Bauholz und den Platz und so konnte nach viel Arbeit am 9. Mai 1927 das Richtfest gefeiert werden. Am 4. Juli wurde dann das Eröffnungsschießen darin abgehalten.
Vom Jahre 1939 ab stockte dann der Schießbetrieb wie schon im 1. Weltkrieg. Es kam im Jahre 1945 das Kriegsende, wobei alle Waffen an die Besatzungsmacht abgeliefert werden mussten.
Die Schießstätte wurde als Kindergarten eingerichtet und ab 1948 mit Heimatvertriebenen belegt. Die spätere Besatzungsmacht, die Amerikaner, änderten langsam die Gesetze und so wurde das Aufleben der Schützenvereine, jedoch nur die Benutzung von Luftgewehren und Zimmerstutzen, wieder erlaubt.
Und so nahmen auch die Steinbacher Schützen im Jahre 1951 den Schießbetrieb wieder auf. Es waren bei der damaligen Versammlung 40 Mitglieder anwesend und aus der Wahl ging folgende Vorstandschaft hervor: Vorstand Franz Berchtold, 1. Schützenmeister Franz Schmelz, Kassier und Schriftführer Josef Heutle. Bei der Jahresversammlung 1952 legte Vorstand Franz Berchtold sein Amt nieder und bei der erfolgten Neuwahl wurde Johann Aicher neuer Vorstand. Im Jahre 1954 wurde der Ortsname offiziell von Steinbach auf Maria Steinbach umgeändert und somit auch der Name des Vereines. In den folgenden Jahren war in den Wintermonaten ein reges Vereinsleben mit durchschnittlich 22 Schießabenden festzustellen. Im Jahre 1957 wurde eine Schützenkette angeschafft, damit auch ein Schützenkönig ausgeschossen werden konnte.
Im Jahre 1963 wurde dann von Vereinsmitgliedern am Platze des alten Kleinkaliberstandes eine Luftgewehranlage mit 6 Übungsständen errichtet. Bei dieser Anlage wurde ins Freie geschossen und sie konnte deshalb nur während der Sommermonate benutzt werden. Dass diese Schießstätte gerne aufgesucht wurde, zeigte sich in einer allgemeinen Leistungssteigerung. Als im Jahre 1965 Vorstand Johann Aicher abdankte, wurde Josef Heutle zum neuen Vorstand gewählt.
Unter seiner Führung wurde 1967 eine Jugendkönigskette angeschafft und 1968 die Erweiterung und Überdachung der Schießstätte in Angriff genommen und im selben Jahr beschloss die Versammlung den Vereinsnamen "Eichenlaub 1881" zu führen. Im Jahre 1970 konnte der Schießbetrieb ganzjährig im Schützenheim aufgenommen werden. Im Oktober 1972 wurde mit dem Anbau eines Aufenthaltsraumes, sowie der Erweiterung der Schießanlage begonnen. Nach mehr als 10000 freiwilligen Arbeitsstunden der Schützenkameraden und zahlreichen Materialspenden von Freunden und Gönnern konnte der Schießbetrieb im Dezember 1973 mit dem Klausenschießen fortgesetzt werden.
Zwischenzeitlich erfolgte am 11. August 1973 die Eintragung ins Vereinsregister.
Nachdem die erste Schützenfahne in den Wirren des zweiten Weltkrieges verloren ging, wurde 1975 eine neue Vereinsfahne in Auftrag gegeben. Nach deren Fertigung wurde am 20. Juni 1976 die Fahnenweihe, sowie die Einweihung des neuen Schützenheimes vorgenommen. Vom 9.11. bis 26.11.1976 folgte das Eröffnungsschießen, an dem sich 385 Schützinnen und Schützen beteiligten.



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100 - jähriges, Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums 1981 stellten sich folgende Schützen dem Fotografen (jeweils von links nach rechts): 1. Reihe von oben: Schädle Josef, Willburger Benedikt, Witzigmann Anton, Kling Franz, Witzigmann Meinrad (Fähnrich), Musch Hermann (1. Schützenmeister), Schwarz Reinhold, Krug Matthäus, Willburger Leonhard (Sportleiter). 2. Reihe von oben: Göppel Bernhard, Breher Hermann, Dreier Martin,Breher Willi, Knobloch Roland, Schiebel Martin, Heckelsmiller Ludwig, Stetter Petra, Schmid Renate, Aicher Hubert. 3. Reihe von oben: Bayer Hugo, Fageth Ralf, Knobloch Thomas, Briechle Norbert, Graf Werner, Briechle Bernhard, Huber Irmgard, Loderbauer Kuni, Willburger Lydia, Heckelsmiller Josef. 4. Reihe von oben: Dobler Adalbert, Schmid Manfred, Einsiedler Herbert, Heckelsmiller Hubert, Feneberg Klaus, Endres Leopold (Schriftführer), Huber Franz (Schützenwirt). 5. Reihe von oben: Huber Edmund, Utz Fridolin, Dorn Susanne, Leipold Anneliese, Heckelsmiller Georg (2. Schützenmeister, Schützenkönig 1980), Schiebel Konrad jun. (Jugendkönig 1980), Rauh Rosmarie, Briechle Gerhard, Willburger Claudia, Willburger Franz, Jörg Helmut. Sitzend: Schwarz Josef, Göppel Georg, Locher Carl, Gayer Markus (Ehrenmitglied), Endres Norbert (Vorstand), Witzigmann Adalbert (Ehrenmitglied), Briechle Magnus (Kassier), Reiß Fritz, Grotz Franz.



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Einweihung: Im Juni 1976 feierte der Schützenverein Eichenlaub 1881 e.V. Maria Steinbach sein 95-jähriges Vereinsjubiläum. Zu diesem Jubiläum konnte das neuerbaute Schützenheim feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.



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Bei der Jahresversammlung 1977 legte Vorstand Josef Heutle aus gesundheitlichen Gründen sein Amt nieder und der damalige Sportleiter Norbert Endres übernahm nach einstimmiger Wahl die Führung des Vereines.
Am 12. Dezember 1977 erwarb der Schützenverein "Eichenlaub 1881" von der bis dahin selbstständigen Gemeinde Maria Steinbach das Grundstück, auf dem das Schützenheim errichtet wurde, da zum 2. Januar 1978 die Eingemeindung zum Markt Legau bevorstand.
Getrübt wurde das Vereinsleben durch einen Einbruch in das Schützenheim in der Nacht zum 9. August 1979, bei dem 5 Luftgewehre, 1 Luftpistole und zahlreiche Pokale entwendet wurden.
Zum herausragenden Ereignis der Vereinsgeschichte wurde das 100-jährige Jubiläum, zu dem unter der Schirmherrschaft des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr.h.c. Franz-Josef Strauß und Landrat Dr. Hermann Haisch das 38. Gauschießen des Gaues Memmingen durchgeführt wurde. Eine besondere Ehre war der Besuch des Ministerpräsidenten in unserem Schützenheim anlässlich des Gauschießens, das mit 1560 Schützen einen neuen Teilnehmerrekord brachte. Daß trotz der vielen Aktivitäten die sportlichen Leistungen nicht zu kurz kamen, bewies Claudia Willburger, die 1981 Bezirksschützenkönigin wurde.



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1987 wurde eine neue Schützentracht angeschafft, welche erstmals beim Gauschützenfestzug 1988 in Niederrieden präsentiert wurde. Beim Gauschießen 1989 in Memmingen wurde Willi Breher Gauschützenkönig und 1990 beim Schwäbisch-Bayerischen Bundesschießen in Heimertingen Werner Witzigmann Gaujungschützenkönig.
Zum 111-jährigen Jubiläum wurde 1992 erneut das Gauschießen unter der Schirmherrschaft von Olympiasiegerin Sylvia Sperber und Landrat Dr. Hermann Haisch durchgeführt an dem sich 1648 Schützinnen und Schützen beteiligten.
Seit Ende der achtziger Jahre begann sich die intensive Nachwuchsarbeit des Vereines - hier insbesondere durch Jugendleiter Johann Aicher - bei den Meisterschaften auszuzahlen. 1988 errang Cornelia Endres den ersten Gaumeistertitel in der Schülerklasse, dem in den vergangenen Jahren viele weitere folgten. Neben vielen herausragenden Ergebnissen unserer Nachwuchsschützen auf höheren Ebenen errang 1992 Birgit Musch die Schwäbische Meisterschaft in der Jugendklasse und 1993 in der Juniorenklasse.
Aufgrund des steten Mitgliederzuwachses wurden erneut bauliche Maßnahmen geplant um auch für die Schützenjugend optimale Trainingsmöglichkeiten zu haben. So wurde 1993 das alte Schützenheim abgerissen und an gleicher Stelle mit über 15000 freiwilligen Arbeitsstunden, sowie zahlreichen Geld- und Materialspenden das derzeitige Schützenheim errichtet. Vorübergehend wurde bei der Schützengilde Legau trainiert, aber bereits im Januar 1994 konnte zumindest der Schießbetrieb wieder aufgenommen werden. Auf Anregung von 1. Schützenmeister Hermann Musch wurde ab 1994 auch ein Luftpistolenkönig ausgeschossen und Schriftführer Leopold Endres stiftete hierzu die Königskette. Nach Fertigstellung erfolgte 1997 die Einweihung des neuen Schützenheimes verbunden wiederum mit dem Gauschießen des Schützengaues Memmingen unter der Schirmherrschaft von Weltmeisterin Kirsten Obel und Landrat Dr. Hermann Haisch, an dem sich 1541 Schützinnen und Schützen beteiligten und Carolin Hirsch Gaujungschützenkönigin wurde.

Mit der neuen Schießanlage hatten die Jungschützen nun auch beste Trainingsmöglichkeiten für den LG-Dreistellungskampf. Dass diese auch genützt wurden, beweisen zahlreiche Titel bei den Gaumeisterschaften und Schwäbischen Meisterschaften. Bei den Bayerischen Meisterschaften 1997 errang Stephanie Endres in der LG Schülerklasse den 3. Platz und bei der Deutschen Meisterschaft 1998 erreichte Leopold Endres im KK 100 m Körperbehindertenklasse den 6. Rang.
Den Eintragungen in der Vereinschronik ist zu entnehmen, daß neben den sportlichen Veranstaltungen auch das gesellige Vereinsleben nicht zu kurz kam.
Schützenkameraden aus dem In- und Ausland verbrachten schon manch gesellige Stunden im Schützenheim Maria Steinbach.
Seit Gründung des Schützenvereines im Jahre 1881 erfolgte eine stetige Aufwärtsentwicklung, die auch in den Mitgliederzahlen zum Ausdruck kommt. Von 49 Schützen bei Wiederaufnahme des Schießbetriebes 1951 stieg die Zahl über 132 im Jubiläumsjahr 1981 auf mittlerweile 230 Mitglieder!







Leopold Endres, Schriftführer



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Einweihung des neuen Schützenheimes im Jahre 1997 Mit einem traumhaften Festsonntag konnten die Eichenlaubschützen von Maria Steinbach am 25. Mai 1997 ihr neues Schützenheim einweihen. Im Beisein der beiden Schirmherren Weltmeisterin Kirsten Obel und Landrat Dr. Hermann Haisch erteilte Pater Heinrich Mühlbauer der Sportstätte den kirchlichen Segen. Die Festansprache hielt 2. Bezirksschützenmeister Heinz Scholz aus Marktoberdorf, in seiner Eigenschaft auch zuständig für Zuschuss Angelegenheiten und mit der Baumaßnahme bestens vertraut. Er würdigte in seinen Worten den Mut und die Weitsicht der Verantwortlichen ebenso wie das Engagement und die Arbeitsleistung der Vereinsmitglieder beim Bau der vorbildlichen Schießanlage.



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Herausragende sportliche Leistungen

1976 Leopold Endres, 1. Platz KK 100 m
Bayerische Versehrtenmeisterschaft
1978 Carl Locher, 1. Platz KK 100 m
Bayerische Versehrtenmeisterschaft
Leopold Endres, 1. Platz Luftgewehr
Bayerische Versehrtenmeisterschaft
1979 Leopold Endres, 3. Bayerischer Meister Luftgewehr Körperbehinderte
1980 Carl Locher, 2. Platz Luftgewehr
Bayerische Versehrtenmeisterschaft
Leopold Endres, 2. Bayerischer Meister
Luftgewehr Körperbehinderte 


1981 Leopold Endres, 1. Platz Luftgewehr
Bayerische Versehrtenmeisterschaft
Claudia Willburger, Bezirksschützenkönigin
1983 Leopold Endres, 2. Platz Luftgewehr
Bayerische Versehrtenmeisterschaft
1984 Carl Locher, 2. Platz Luftgewehr
Bayerische Versehrtenmeisterschaft
1989 Willi Breher, Gauschützenkönig
1990 Werner Witzigmann, Gaujugendschützenkönig
Leopold Endres, Schwäb. Meister KK 100 m
1992 Alexandra Witzigmann, Bezirksjugendschützenkönigin 
1992 Birgit Musch, Schwäbische Meisterin
Luftgewehr Jugend weiblich
1993 Birgit Musch, Schwäbische Meisterin
Luftgewehr Junioren weiblich
1994 Schülermannsch. 2. Schwäbischer Meister
Luftgewehr und Luftgewehr 3 Stellung
Juniorenmannsch. 3. Schwäb. Meister
Ingrid Utz, 3. Platz Internationales Jugendturnier in Brötzingen
Birgit Musch, 5. Platz Internationales
Jugendturnier in Karlsdorf
Ingrid Utz, 3. Platz LG-3 Stellung beim Schwarzwald-Hohenzollerncup
RWK-Damenmannschaft Bezirkssieger
und 2. Platz beim Landesendkampf
1995 Thomas Kiechle, 3. Platz Junioren und
Jngrid Utz 3. Platz Jugend beim intern.
Jugendturnier in Brötzingen
Thomas Kiechle Turnierkönig beim
Intern. Jugendturnier in Karlsdorf
Ingrid Utz, 3. Platz LG-3 Stellung beim
Schwarzwald-Hohenzollerncup
1996 Alexandra Witzigmann, Internationale Turnierkönigin in Bad Ischl
Ulrike, Andreas, Ingrid und Fridolin Utz
2. Platz in der Familienwertung beim
Er und Sie Schießen des DSB.
Wolfgang Heckelsmiller, Turnierkönig
beim intern. Jugendturnier in Karlsdorf
Schülermannschaft 2. Schwäb. Meister
LG-3 Stellung und 3. Schwäb. Meister LG
1997 Schülermannschaft Schwäbischer Meister
im LG und LG-3 Stellung
Mannschaft Jugend B 2. Schwäb. Meister
LG-3 Stellung
Mannschaft Jugend A 3. Schwäb. Meister
LG-3 Stellung
Matthias Heckelsmiller, Schwäbischer Meister
LG-3 Stellung Schüler
Stephanie Endres, 3. Bayerische Meisterin
Luftgewehr Schüler weiblich Schülermannschaft 5. Platz Bayerische Meisterschaft Luftgewehr 
1997 Florian Lechner, Turnierkönig beim
intern. Jugendturnier in Karlsdorf
1998 Alexandra und Werner Witzigmann
5. Pl. beim Er und Sie Schießen des DSB
Schülermannschaft 1. Schwäb. Meister
LG 3-Stellung
Mannschaft Jugend B 1. Schwäb. Meister
LG 3-Stellung
Thomas Schmid, Schwäbischer Meister
LG 3-Stellung Schüler männlich
Bettina Heckelsmiller, Schwäb. Meisterin
LG 3-Stellung Schüler weiblich
Ulrike Utz, Schwäbische Meisterin
LG 3-Stellung Jugend A weiblich
Leopold Endres, 6. Platz Deutsche Meisterschaft
KK 100 m Körperbehinderte
Daniela Huber 3. Platz und Ulrike Utz 4. Platz beim intern. Jugendturnier in Karlsdorf LG Jugend Bettina Heckelsmiller, 1. Platz Schüler weiblich
Schwarzwald-Hohenzollerncup
Karin Heckelsmiller, 1. Platz Jugend weiblich
Schwarzwald-Hohenzollerncup
Christoph Willburger, 2. Platz Jugend männlich
Schwarzwald Hohenzollerncup
1999 3. Platz beim 20 er Fernwettkampf des DSB
Mannsch. Jug. Schwäb. Meister LG 3-Stellung
Stephanie Endres, Schwäbische Meisterin
LG 3-Stellung Jugend weiblich
Ulrike Utz, Schwäbische Meisterin
LG 3-Stellung Junioren B weiblich
Matthias Heckelsmiller, Bezirksjugendschützenkönig
Ulrike Utz, 3. Bayerische Meisterin
Luftgewehr Junioren B weiblich
Leopold Endres, 3. Platz Luftgewehr
Bayerische Versehrtenmeisterschaft
Barbara Endres 4. Platz, Stephanie Endres
5. Platz und Daniela Huber 7. Platz beim intern. Jugendturnier in Brötzingen
Bettina Heckelsmiller 3. Platz LG Schüler, sowie
Christoph Willburger 6. Platz und Daniela Huber 7. Platz LG Jugend beim intern. Jugendturnier in Karlsdorf. 


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